Besonders US-Unternehmen konnten im Gegensatz zu Europa und Asien im letzten Jahr ihren Wert an der Börse steigern. Auch Schweizer Firmen verloren Plätze.
Börsenbeben in Japan und den USA, eine gespannte geopolitische Lage und eine gedämpfte Konjunktur: Das letzte Wirtschaftsjahr war turbulent. Die 100 teuersten börsennotierten Unternehmen der Welt konnten ihren Wert 2024 aber trotzdem steigern.
Deren Wert stieg im Verlauf des vergangenen Jahres um 25 Prozent und erreichte mit 44,9 Billionen US-Dollar gar einen neuen Höchststand, wie das Wirtschaftsberatungsunternehmen EY berichtet.
Noch hält der KI-Hype
Angetrieben wurde das Wachstum zu einem grossen Teil aus dem Technologiesektor. Die Marktkapitalisierung der 24 Technologieunternehmen, die es unter den Top 100 geschafft haben, stieg im letzten Jahr mit 40 Prozent so stark, wie in sonst keinem Bereich.
Während diese Entwicklung zwar dem KI-Boom zugeschrieben wird, ist in der Anzahl Technologiefirmen auf der Rangliste ein leichter Rückgang zu beobachten. Experten vermuten bereits seit einigen Monaten eine Abflachung oder gar einen Rückgang des KI-Hypes.
Neun der zehn teuersten Unternehmen aus den USA
Ebenfalls deutlich zu erkennen ist die Vormacht der amerikanischen Firmen. Ganze 62 US-Konzerne sind unter den Top 100 zu finden. Unter den Top zehn haben mit Firmen wie etwa Apple, Nvidia und Microsoft sogar neun ihren Sitz in den USA.
Nur der Saudi-Arabische staatliche Gas- und Ölkonzern Saudi Aramco kann sich als nicht amerikanisches Unternehmen unter den zehn teuersten Unternehmen platzieren. Im Vergleich dazu stehen asiatische und europäische Firmen schlechter da.
Nur 17 asiatische Unternehmen haben es unter die Top 100 geschafft – europäische finden sich derweil 18 auf der Rangliste wieder. Das wertvollste europäische Unternehmen ist aktuell der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk auf Rang 14.
Roche, Nestlé, Novartis: Schweiz spielt noch oben mit
Schweizer Unternehmen finden sich unter den hundert teuersten Unternehmen, mit Roche (Platz 46), Nestlé (Platz 51) und Novartis (Platz 66) nur drei Unternehmen wieder. Allerdings haben auch diese drei wie 2023 erneut Plätze verloren.
Unter den weltweiten Top 300 konnten immerhin zwei Schweizer Unternehmen (Chubb Limited mit Platz 146 und ABB mit Platz 165) Plätze gut machen. Die weiteren drei Schweizer Unternehmen auf der Liste (UBS auf Platz 169, Compagnie Financière Richemont auf Platz 185 und die Zurich Insurance Group auf Platz 192) verloren ebenfalls einige Plätze.
2025-01-04T04:09:49Z