In den Regalen der Discounter Aldi und Lidl in Deutschland werden die Lindt-Schokoladentafeln vorerst nicht zu finden sein. Die Gründe.
Der Schweizer Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli lehnt eine Zusammenarbeit mit den deutschen Lebensmitteldiscountern Aldi und Lidl ab. Im Interview mit der «Zeit» sagte Unternehmenschef Adalbert Lechner: «Sonst enden wir bei immer mehr und stärkeren Sonderangeboten und entwerten unsere Marke.»
In Supermärkten erhalte Lindt «eine Premiumplatzierung, die der Marke Raum gibt», sagte Lechner. Die Discounter verschleuderten die Produkte dagegen zum Tiefpreis. Lidl, Aldi Nord und Aldi Süd wollten sich auf Nachfrage der Nachrichtenagentur dpa nicht äussern. Die Aussage gilt auch für die Schweiz. Eine Unternehmenssprecherin teilt gegenüber 20 Minuten mit, die Produkte seien dort auch bis anhin noch gar nie verfügbar gewesen.
Schokolade deutlich teurer als vor fünf Jahren
Schokoladenhersteller wie Lindt & Sprüngli, Mondelez (Milka) oder Ritter Sport haben mit steigenden Rohkakaopreisen aufgrund schlechter Ernten zu kämpfen. Für Verbraucher hat dies spürbare Folgen: Schokolade ist deutlich teurer geworden.
Zuletzt sind die Preise an den Rohstoffbörsen zwar wieder gesunken, liegen aber weiterhin vergleichsweise hoch. Lechner rechnet nicht damit, dass Schokolade bald wieder billiger wird. «Selbst wenn der Kakaopreis sinken sollte, erwarte ich nicht, dass die Preise für Schokolade sinken», sagte er der «Zeit».
2025-12-11T15:12:26Z